Bericht von der Leipziger Buchmesse

 

Da ich aufgrund der kurzfristig geplanten und dann noch kurzfristiger abgesagten Preisverleihung zum Dt. Buchhandlungspreis doch auf der Messe und nicht im Worthaus zum Sektempfang am 19.3. war, bin ich Ihnen und Euch noch gerne Rechenschaft und einen Bericht des Aufenthalts schuldig, Fotos vor Ort sind von mir ja selten zu erwarten, dafür umso mehr Hinweise, was im Frühjahr zu lesen sich lohnt:

Persönliche Höhepunkte waren die Begegnung mit Dimitre Dinev beim Stand des DLF (Dimitré Dinev über „Zeit der Mutigen“ ), die Gespräche an den Ständen von Kein&Aber- und Unionsverlag, hier mit Matthias Gräzer, der mich auf unseren Buchtipp Sweetland – Das Worthaus Aachen brachte. Natürlich enttäuschend die Abwicklung des Dt. Buchhandlungspreises, einen kleinen Trost -mit einer leider schwachen Rede seines Vorstehers Sebastian Guggolz- bot immerhin der Börsenvereinsempfang. Dank sn Hanser und den Verbrecher Verlag für die Einladung zur deren Buchhandlungspreisparties. Überraschend anregend: das Doppel-Interview mit Ildiko v. Kürthy und Judith Holofernes über deren neuste biografische Schriften: Ildikó von Kürthy: Alt genug (Buch) – bei Buchhandlung Das Worthaus und Judith Holofernes: Hummelhirn (Buch) – bei Buchhandlung Das Worthaus. Ein freudiges Wiedersehen gab es mit Malin Thunberg Schunke, die Sie aus unserem Lesungsprogramm bereits kennen. Die schwedische Autorin und ehemalige Staatsanwältin kommt mit ihrem neuen Krimi über Erntehelfer in Italien am 11.11.26 erneut ins Worthaus Malin Thunberg Schunke: Tödliche Felder (Buch) – bei Buchhandlung Das Worthaus. Darüberhinaus gab es zahlreiche Begegnungen und Live-Eindrücke mit Judith Hermann, Olafsdottir, Baberowski, Gstrein, Lidia Jorge, Miljenko Jergovic, um nur einige zu nennen. Fragen Sie im Worthaus nach!

Für Sie haben wir vom Worthaus den 20-minütigen (!) Rundumschlag mit Buchempfehlungen von Denis Scheck auf der Bühne live am Messefreitag auf der Buchmesse in Leipzig miterlebt und fleißig seine Tipps mitgeschrieben:

Heike Geißler, Alena Schröder, Dmitrij Kapitelman, Tamar Noort: Im Bett (Buch) – bei Buchhandlung Das Worthaus

prompt nicht lieferbar, wir haben sie im Worthaus vorrätig

erste Info und Vorurteil „absoluter Quatsch“ (15-minütige Sprachnachrichten sind keine Literatur), nach dem Lesen – „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“ ein klarer Tipp!

Unser Hotties-Titel im Januar 2026

Worthaus sagt nach dem Lesen: Geht so. Für das interessierte Publikum lieber lesen: Orry Mittenmayer: Ausgeliefert (Buch) – bei Buchhandlung Das Worthaus

Worthaus sagt: Super-Lesevergnügen: John-le-Carre stand Pate

Chronist seiner Heimatstadt Berlin, fängt den Geist der 60er-Jahre dort ein, erinnert an Film „Gangs of New York“

Das Buch in unserem Literarischen Quartett. Kommt man dieses Frühjahr nicht dran vorbei in den Debatten über Neuerscheinungen. Judith Hermanns Familie hat ihr Okay gegeben, 23.3. Lesung in Berlin in Anwesenheit der Mutter von Judith Hermann, die sich im Buch zu streng und wenig liebevoll porträtiert siehr (Eigenaussage Judith Hermann bei der taz-Stand-Lesung)

Scheck: Lyriker mit Geschichtssinn, vorgelesen: Gedicht „Späti in Delphi“

über einen Taubenzüchter in namenlosen Land, wo sogar die Tauben in ihrer Freiheit eingeschränkt sind.

Worthaus: Okay, tut nicht weh.

„Der Verschollene“ wird fortgeschrieben – „Wir sind alle unabgeschlossene Geschichten

Phantastische und Horror-Erzählungen – eine Klassiker-Anthologie (Scheck gegen den Eskapismus-Vorwurf : Die einzigen, die etwas gegen Eskapismus haben können, sind die Gefängniswärter)

Immer noch Pynchon: Scheck erzählt die Episode des Romans, in welcher der Protagonist mit dem Seil noch sich an ein abfliegendes Zeppelin hängt und als er es in die Gondel schafft, zuerst gefragt wird: „Ihre Fahrkarte bitte?“

Gaea Schoeters´ Kinderbuch, in dem ein Hund und eine Katze über das Nichts philosophieren auf dem Niveau von Arendt und Heidegger

Ein Ermittler betreibt Psychoanalyse und kommt sich selbst auf die Spur. Autor ist selbst Jurist und war Anti-Mafia-Staatsanwalt

feministische Horrorgeschichten von einer Argentinierin aus Berlin

Tolkiens ganz persönlicher Kampf gegen die Zerstörung der Umwelt – ein Autohasserbuch

Ein ständig in Geldnöten steckendes Paar erfüllt sich in den 60ern den Traum vom eigenen Boot, wird auf Weltumseglung vom Pottwal gerammt und treibt 117 Tage auf einer 135 cm² -großen Scholle im Meer. Unverdrossen.

Dokument einer großen Liebe zum verstorbenen Ehemann.

21)Sigrid Nunez: Mitz, das Pinseläffchen (Buch) – bei Buchhandlung Das Worthaus

über das Äffchen, das der Mann von Virginia Woolf sich hielt

Jane Austen: Liebste Freundin! (Buch) – bei Buchhandlung Das Worthau

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