Eddi ist 15, lebt in der Nähe von Neubrandenburg in einem Sportinternat, wo ihre Eltern Lehrer sind bzw. waren, denn nun ziehen sie nach Japan. Eddi hat noch drei Tage in Deutschland, um eine Lösung zu finden und hier zu bleiben oder sich eine neue Persönlichkeit zuzulegen. Als sie abends noch draußen ein Eis essen will und dabei den Sonnenuntergang beobachtet, schließt sie sich aus Versehen aus der Wohnung aus, natürlich auch ohne Handy. Eddi beginnt eine Reise durch eine kleine Vorstadtwelt und begegnet den verschiedensten Leuten.
Die Geschichte ist ruhig erzählt und legt den Fokus weniger auf Spannung als auf Eddis Gedanken und ihre persönliche Situation. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Veränderung, Identität und das Erwachsenwerden. Der Schreibstil ist schlicht und zurückhaltend, wodurch die Handlung ruhig wirkt, aber dennoch eine gewisse Tiefe entwickelt. Die Begegnungen mit anderen Figuren tragen dazu bei, Eddis Entwicklung und ihre innere Auseinandersetzung zu verdeutlichen. Insgesamt ist Eddi ein eher stilles Buch das durch seine besondere Erzählweise auffällt. Das Buch gefällt mir gut und eignet sich sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene.