Sciona will das Unmögliche erreichen: die erste Frau Tirans zu sein, die jemals zur Hochmagierin ernannt wird. Das Problem an der ganzen Sache ist leider, dass nur eine einzige Frau alle zehn Jahre die Chance bekommt, die erforderliche Prüfung abzulegen. Deswegen widmet Sciona seit mehr als zwanzig Jahren ihr ganzes Leben der Magie und vernachlässigt dabei erfolgreich jegliche sozialen Kontakte. Doch als ihr Traum in Erfüllung geht, muss sie sich schmerzlich eingestehen, dass ihre Vorstellung eine ganz andere war. Ihre ausschließlich männlichen Kollegen machen ihr das Leben schwer und statt eines qualifizierten Laborassistenten, bekommt sie einen Hausmeister zur Seite gestellt. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, bis ihr eine grauenvolle Wahrheit den Boden unter den Füßen wegzieht…
Dieses Buch war ein absolutes Jahreshighlight für mich. Ein super interessantes, auf Mathematik und Physik basierendes Magiesystem trifft auf Rassismus, Sexismus, Ausbeutung, Flucht und religiösen Fanatismus. Es hält unserer Gesellschaft den Spiegel vor und das wirklich erbarmungslos und realistisch. Obwohl das Buch ein in sich abgeschlossener Einzelband ist, ist die Geschichte rund und überraschend komplex, genau wie die sehr erfrischende, unperfekte Protagonistin. Ich warne euch vor, dieses Buch zwischendurch aus der Hand zu legen, gestaltet sich als äußerst schwierig. Eine große Empfehlung für alle Babel- und Panem-Fans und alle, die gerne politische High-Fantasy ohne Romance lesen.